Scanning Sethos. Die Wiedergeburt eines Pharaonengrabes

Sonderausstellung im Antikenmuseum Basel

29. Oktober 2017 - 6. Mai 2018


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Das Felsengrab des Pharaos Sethos I., der um regierte, ist eine der faszinierendsten Grabstätten im Tal der Könige. Mehr als 3000 Jahre nach dem Tode von Sethos' I. entdeckte Giovanni Battista Belzoni 1817 das Königsgrab und rühmte den tadellosen Erhaltungszustand der Wanddekoration. Heute befindet sich das Grab aufrgund von Plünderungen, unsachgemässer Forschung, Massentourismus und geologischen Verschiebungen in einem beklagenswerten Zustand.

Die Sonderausstellung im Antikenmuseum Basel erzählt das 200-jährige Schicksal des Grabes seit seiner Entdeckung und gibt Einblicke in die modernsten Reproduktionstechniken zur Rettung von bedrohtem Kulturerbe - einem Thema von grosser Aktualität wie die zerstörten und geplünderten Stätten in Syrien und im Irak zeigen. In der Basler Ausstellung ist erstmals ein massstabgetreues Faksimile der zwei prächtigsten Grabkammern und des Sarkophags Sethos' I. zu sehen. Nach Ausstellungsende soll die vollständige Grabanlage faksimiliert und im Tal der Könige für Besucher zugänglich gemacht werden.

Das Antikenmuseum präsentiert zur Sonderausstellung ein umfangreichen Rahmenprogramm. Der umfassende Ausstellungskatalog ist als Online-Katalog kostenlos verfügbar. 

Webseite Antikenmuseum (mit Link zum Download des Katalogs)

Nachgebautes Pharaonengrab (SRF Kultur)

Eine Führung durch die Ausstellung ist im Januar 2018 vorgesehen. Details dazu finden sich ab Mitte November auf der Nile Times - Webseite.

Welten sammeln

Neue Dauerausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen

ab 12. März 2016 

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Das Historische und Völkerkundemuseum St. Gallen präsentiert in einer neuen Dauerausstellung Exponate aus Altamerika, Amazonien, Ozeanien sowie Afrika und Altägypten.

Die Altägypten-Abteilung steht unter dem Motto "Im Banne Ägyptens" und gibt Einblicke in verschiedene Bereiche der altägyptischen Kultur. Einen Schwerpunkt bilden Jenseitsvorstellungen, Mumifizierung und Bestattung. Ein besonderer Fokus liegt aber auch auf dem Alltagsleben der damaligen Menschen. So erzählen Amulette, Bronzestatuetten, Tiermumien und kleine Privatstelen von den Ängsten, Hoffnungen und Wünsche der alten Ägypter und von ihrem ganz persönlichen Glauben, fernab der religiösen Staatspropaganda. 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Forschungsarbeit im Museum. Die Untersuchungen menschlicher Überreste erlauben z.B. sehr persönliche Aussagen zu einer Person, die vor Jahrtausenden gelebt hat, etwa das sie an unerträglichen Zahnschmerzen oder an Rückenschmerzen litt. Oft geht bei Ausstellungen vergessen, dass der Alltag der meisten Menschen im alten Ägypten von harter Arbeit, körperlicher Belastung und Krankheit geprägt war. Umso wichtiger waren die Fest- und Feiertage im Kreis von Familien und Freunden. Auch diese heiteren Seiten des Lebens werden mit ausgewählten Objekten thematisiert.

Die altägyptische Kollektion des Hauses wird durch Leihgaben ergänzt, welche von dem Museum Aargau, dem Museum für Völkerkunde Burgdorf, dem Museum zu Allerheiligen Schaffhausen und dem Kunstmuseum Solothurn sowie von zwei Privatsammlungen zur Verfügung gestellt wurden. Darunter befinden sich zahlreiche Exponate, die bisher noch nie öffentlich gezeigt worden sind.

Webseite 

Im Newsletter 10-12/2015 ist ein Bericht zu den Ausstellungsvorbereitungen erschienen (S. 3 - 7):

Ein Blick hinter die Kulissen