Die Goldstadt Berenike Pancrisia im Wadi Allaqi

Eine Expedition zu den antiken Bergwerken Nubiens

Vortrag an der Universität Zürich 

 

Unbenannt_Bere.JPG

 

 

Referentin: Alexandra Küffer, Kuratorin Altägypten Hist. & Völkerkundemuseum St. Gallen; Leiterin Schweizer Sargprojekt

Datum: Donnerstag, 26. Oktober 2017

Zeit: 18.30 Uhr 

Ort: Hörsaal KO2 F-150, Universität Zentrum, Rämistrasse 71, Zürich

Abstract:
Im Februar 2017 bereiste die Referentin mit einer kleinen Gruppe den Nordsudan. Im Fokus der Expedition stand diesmal die Durchquerung der Nubischen Wüste zwischen der ägyptisch-sudanesischen Grenzstadt Wadi Halfa am Nassersee und der Küstenstadt Suakin am Roten Meer. Inmitten zerklüfteter Bergketten lagen hier die reichen Goldvorkommen Nubiens, die jahrtausendelang von den Pharaonen in aufwändigen Expeditionen ausgebeutet wurden. Insbesondere im Wadi Allaqi finden sich zahlreiche Reste von Bergbausiedlungen, deren Erforschung erst in den letzten Jahren begonnen hat. 

Der Vortrag stellt die antiken Stätten in der Nubischen Wüste vor und geht der Frage nach, wie Abbau und Transport des Goldes ausgesehen haben könnten. Ein spezielles Augenmerk gilt der "Goldstadt" Berenike Pancrisia, die um 270 v.Chr. von Ptolemaios II. gegründet und erst 1989 durch ein italienisches Team wiederentdeckt worden ist. Dabei soll auch das gravierende Problem des modernen illegalen Goldabbaus angesprochen werden. So befindet sich heute direkt auf den - archäologisch noch unerforschten - Ruinen der antiken Arbeitersiedlung von Berenike ein modernes Goldgräbercamp.


Der Vortrag wird vom Ägyptologieforum Zürich in Zusammenarbeit mit der Kulturwissenschaft der Antike organisiert. Alle interessierten Personen sind herzlich eingeladen.

Webseite Ägyptologieforum Zürich

 

Who's who at Deir el-Medine

Neue Einblicke in die Community of Workmen und ihres Versorungspersonals

Vortrag an der Universität Zürich

Referentin: Dr. Kathrin Gabler, Universität Basel

Datum: Donnerstag, 9. November 2017

Zeit: 18.30 Uhr

Ort: Hörsaal KO2 F-150, Universität Zentrum, Rämistrasse 71, Zürich

Abstract:
Die Arbeiter- und Künstler-Siedlung Deir el-Medine gilt als wissenschaftlicher Sonderfall in der Ägyptologie, der Einblick in die Sozialgeschichte des Alten Ägypten gewährt. In  der Siedlung auf dem thebanischen Westufer lebten in der 18. - 20. Dynastie (um 1550 - 1070 v.Chr.) diejenigen Arbeiter, die die Gräber im Tal der Könige und im Tal der Königinnen anfertigten, mit ihren Familien. Sie verfügten über ein eigenes Versorgungspersonal, welches sie mit Nahrungsmitteln, Material und Kleidung versorgte. Kathrin Gabler hat in ihrer Dissertation die Quellen aus Deir el-Medine erstmals übergreifend untersucht und stellt im Vortrag Personen aus der antiken Dorfgemeineschaft vor.

Der Vortrag wird vom Ägyptologieforum Zürich in Zusammenarbeit mit der Kulturwissenschaft der Antike organisiert. Alle interessierten Personen sind herzlich eingeladen.

Webseite Ägyptologieforum Zürich