Meisterwerke altägyptischer Kunst

Ein Streifzug durch fünf Jahrtausende Kunstgeschichte am Nil (Modul 5)

Kurs an der Volkshochschule Bern im Wintersemester 2017/18

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Altägyptische Kunstwerke strahlen eine zeitlose Faszination aus und ziehen auch heutige Betrachter in ihren Bann. Anhand ausgewählter Meisterwerke lädt der in 6 Modulen gegliederte Vorlesungszyklus zu einer Reise durch die Kunstgeschichte Altägyptens von den Anfängen um 5000 v.Chr. bis in die römisch-christliche Zeit ein. 

Die Entwicklung und Bedeutung sowie die charakteristischen Merkmale von Skulptur und Malerei werden vorgestellt. Die eingehende Betrachtung der Kunstwerke ermöglicht es, ihre Symbolik zu erschliessen und einen Einblick in die Lebens- und Jenseitswelten der damaligen Menschen zu gewinnen.

Kursleitung: Alexandra Küffer, Ägyptologin/Kuratorin Altägypten am Hist. & Völkerkundemuseum St. Gallen

Daten Modul 5:  18. und 25. Januar, 1., 15. und 22 Februar sowie 1. März  2018 (6x; kein Kurs am 8. Februar) 

Tag und Zeit: Donnerstag, 19.30 - 20.30 Uhr

Ort: Hauptgebäude der Universität Bern, Hochschulstrasse 4, 3012 Bern

Zum Kursinhalt Modul 5: Kunstwerke aus der Ramessidenzeit, der 3. Zwischenzeit und Spätzeit (um 1292 - 332. v.Chr.) 

Nach den Wirren der Amarna-Revolution übernahm das Militär die Macht am Nil und leitete eine Restaurierungspolitik ein. Der General Ramses I. begründete um 1292 v.Chr. die Ramessiden-Dynastie, die als letzte Blütezeit der altägyptischen Kultur gilt. Berühmtester Pharao ist Ramses II., der als gottgleicher Herrscher über 66 Jahre regierte und Ägypten nochmals zu wirtschaftlichem und kulturellem Reichtum führte.
Mit dem Ende des Neuen Reiches um 1070 v.Chr. brach für Ägypten eine wechselvolle Zeit an, die von den Fremdherrschaften der Libyer, Nubier, Assyrer und Perser geprägt war. Das schwierige politische Umfeld und die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage hionterliessen auch im Kunstschaffen jener Epoche Spuren. Ausländische Herrscher inszenierten sich als Pharaonen und neue Motive, Materialien und Objektgattungen fanden Eingang ins Repertoire der ägyptischen Künstler. 

Wir befassen uns zunächst mit den Kunstwerken der Ramessiden. Einen Schwerpunkt bildet die Regierungszeit Ramses' II., der als grösster Bauherr Ägyptens unzählige Bildwerke hinterlassen hat. Ebenso sehen wir uns die Zeugnisse persönlicher Frömmigkeit an, die Einblicke in den privaten Alltag der damaligen Menschen erlauben. Dann wenden wir uns den Meisterwerken aus der wenig bekannten 3. Zwischenzeit und Spätzeit zu, wobei ein besonderes Augenmerk auf dem Kunstschaffen der nubischen "Schwarzen Pharaonen" liegt. Ein weiterer Fokus gilt der Sargmalerei und den Bronzefiguren, die im 1. Jahrtausend v.Chr. eine wahre Blütezeit erleben.

Webseite Volkshochschule Bern