Meisterwerke altägyptischer Kunst

Ein Streifzug durch fünf Jahrtausende Kunstgeschichte am Nil (Modul 6)

Kurs an der Volkshochschule Bern im Sommersemester 2018

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Altägyptische Kunstwerke strahlen eine zeitlose Faszination aus und ziehen auch heutige Betrachter in ihren Bann. Anhand ausgewählter Meisterwerke lädt der in 6 Modulen gegliederte Vorlesungszyklus zu einer Reise durch die Kunstgeschichte Altägyptens von den Anfängen um 5000 v.Chr. bis in die römisch-christliche Zeit ein. 

Die Entwicklung und Bedeutung sowie die charakteristischen Merkmale von Skulptur und Malerei werden vorgestellt. Die eingehende Betrachtung der Kunstwerke ermöglicht es, ihre Symbolik zu erschliessen und einen Einblick in die Lebens- und Jenseitswelten der damaligen Menschen zu gewinnen.

Kursleitung: Alexandra Küffer, Ägyptologin/Kuratorin Altägypten am Hist. & Völkerkundemuseum St. Gallen

Daten Modul 6:  17., 24. und 31. Mai, 7., 14., 21. und 28. Juni sowie 5. Juli 2018 (8x)

Tag und Zeit: Donnerstag, 19.30 - 20.30 Uhr

Ort: Hauptgebäude der Universität Bern, Hochschulstrasse 4, 3012 Bern

Kursnummer: 182-38003

Zum Kursinhalt Modul 6: Kunstwerke aus der Spätzeit und der griechisch-römischen Zeit (7. Jh.v.Chr. - 4. Jh.n.Chr.) 
Das 6. Modul setzt mit der nubischen Fremdherrschaft über Ägypten ein und stellt das Kunstschaffen der "Schwarzen Pharaonen" vor. Nach den fremden Machthabern bestiegen um 664 v.Chr. wieder einhemische Könige den ägyptischen Thron, die sich an den früheren Blütezeiten des Landes orientierten. Doch diese "Renaissance" währte nur kurz und Ägypten fiel bald wieder in fremde Hände: 525 v.Chr. wurde das Land vom persischen Grosskönig erobert und 332 v.Chr. marschierte Alexander der Grosse in Ägypten ein. 306 v.Chr. machte sich sein General Ptolemaios zum Pharao und begründete die ptolemäische Dynastie, deren berühmteste Vertreterin Kleopatra VII. nach der verlorenen Seeschlacht von Actium gegen Rom 30 v.Chr. Selbstmord beging. Damit wurde Ägypten zu einer Provinz des Römischen Reiches; Pharao war der im fernen Rom regierende Kaiser.

Wir befassen wir uns zunächst mit den Kunstwerken der "Schwarzen Pharaonen" und denjenigen der "pharaonischen Renaissance", die sich bewusst an ältere Vorbilder anlehnen. Dann wenden wir uns dem Kunstschaffen unter den Persern und Ptolemäern zu, welches ägyptische und ausländische Elemente zu einem interessanten Mix verbindet. Ein letzter Höhepunkt altägyptischer Kunstgeschichte bilden die römischen Tempelbauten, die zu den besterhaltenen Ägyptens zählen. Sie belegen eindrücklich, dass die ägyptischen Künstler auch unter römischer Herrschaft ihren Traditionen treu geblieben sind. Ein weiterer Fokus gilt schliesslich den frühchristlichen Zeugnissen am Nil.

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