Ägyptische Sammlungen in Schweizer Museen

In der Schweiz existieren rund 40 Museen, die über 30'000 altägyptische Objekte beherbergen. Von Appenzell bis Brissago, von Chur nach Genf besitzt fast jeder Kanton ägyptisches Kulturgut. Neben den Zentren Basel und Genf mit ihren umfassenden Beständen handelt es sich vorwiegend um kleinere Sammlungen, die im Verlauf des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden sind.

Untenstehend sind die Museen aufgeführt, deren ägyptische Sammlungen in einer Dauerausstellung zu sehen sind.

Museum Appenzell

20101229-211743Das Museum Appenzell besitzt ein einziges altägyptisches Objekt, das als eines der Prunkstücke des Hauses gilt. Es handelt sich um einen reich dekorierten Sarg, der 1891 in einem intakten Sammelgrab in Theben-West gefunden wurde und als Geschenk des ägyptischen Vizekönigs Abbas Hilmy II. an den Schweizer Bundesrat schliesslich seinen Weg ins idyllische Appenzell fand.

Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig

BaselNeben den ägyptischen Sammlungen in Genf und Neuenburg existiert seit 2001 in Basel ein drittes Zentrum für ägyptische Kunst in der Schweiz. Die ägyptische Abteilung des Antikenmuseums ist in einem eigens dafür konzipierten, 600 m2 grossen unterirdischen Erweiterungsbau untergebracht und präsentiert einen repräsentativen Querschnitt des ägyptischen Kunstschaffens von der Vorgeschichte bis in die griechisch-römische Zeit.

Die Ägyptenabteilung sowie die Abteilung Orient, Zypern und frühes Griechenland sind bis auf Weiteres geschlossen, da die Räume für die kommende Sonderausstellung "Der versunkene Schatz - Das Schiffswrack von Antikythera" benutzt werden, die am 27. September 2015 eröffnet wird.

Historisches Museum Bern

HistMuseumBernZu den Sammlungen, die 1894 ins neu eröffnete Historische Museum umzogen, gehörte auch ein ab 1830 gewachsener Grundstock an Aegyptiaca. Laut Inventarbuch handelt es sich beim ersten Objekt der Sammlung Altägypten um die „Mumie eines Jünglings“, die zusammen mit einem Sargboden der 21. Dynastie erworben wurde.